Achtung, jetzt wirds saugemütlich die Tendenz zum Warmen, Runden, Kuschligen, Samtigen war auf der Kölner Möbelmesse unübersehbar. Auch bei dem italienischen Hersteller Minotti, der ansonsten eher für geradliniges, großzügiges Design bekannt ist. (Foto: imm cologne)
Tag: design
imm cologne 2015: 4. Sophisticated Living
Sehr kreativ zeigte sich Sophisticated Living mit Moodboards, bestrickend (bzw. behäkelnd) reizenden Sofakompositionen und einem völlig offenen Stand.
imm cologne 2015: 5. "Nonno" von Jeannett Højer Hansen
“Nonno”, italienisch für “Großvater”, heißt dieses Tagbett von der jungen Dänin Jeannett Højer Jansen – eine Mischung aus Hängematte und Schaukelstuhl, die auch schon mehrfach ausgezeichnet wurde.
imm cologne 2015: 7. "Jian Sofa"
Dieses Innen- und Außensofa von Gandia Blasco stammt von den Designern Neri & Hu aus Shanghai, die auch das diesjährige Projekt Das Haus auf der Kölner Möbelmesse ausgerichtet haben.
Emotional ansprechender finde ich ihr “Opium Sofa” darunter, das den alten Opiumbetten nachempfunden ist.
imm cologne 2015: 8. Koinor "Joleen"
Und noch mal ein “endlich”! Ich finde, es gibt kaum schöne Relaxsessel. Der Firma Koinor, die übrigens noch komplett in Deutschland fertigt, ist hier eine wirklich runde, feminin anmutende Version gelungen! Das Design stammt von der sehr netten und auch wissenschaftlich aktiven Tamara Härty.
Immer her damit, darauf lässt es sich bestimmt wunderbar lesen 🙂
imm cologne 2015: 9. Mymito "Cubit"
Endlich tut sich was, was Polstermöbel für einen veränderten Medienkonsum betrifft! Die Firma Mymito aus Düsseldorf von Minou Farkhondeh und Thomas Reichel hat Polstermodule entwickelt, die sich je nach Chill-Wunsch zusammensetzen lassen.
Hiermit lassen sich auch Super-Lesesituationen einrichten 🙂
imm cologne 2015: 10. Rosenthal "Up and down"
Rosenthal macht jetzt zusammen mit dem österreichischen Polstermöbelhersteller Ada in Möbeln. Die abgeschrägten Rücken- und Armlehnen hat man in Köln öfter gesehen. Gestaltet wurde das Stück von Diana und Emmanuel Dietrich.
Man beachte die Bücher im Hintergrund 🙂
Buchtipp: Ruth Ozeki, A Tale for the time being/Geschichte für einen Augenblick
Sofa Saruyama (Foto von hier) für Moroso von Toshiyuki Kita.
Ruth Ozeki, A Tale for the time being (stand auf der Shortlist zum Booker Prize 2013): Ein ganz besonderes Buch, in das alles Mögliche vom Zen bis Japan, den Tsunami und die Quantentheorie einfließt. An manchen Stellen etwas überkonstruiert, finde ich, dennoch sehr lesenswert für diejenigen, die nah am Zen, der Physik und dem (Zeit-)Geist sein möchten. Ruth Ozeki ist ordinierte Zen-Buddhistin.
Nojima and his daughter were at home in the kitchen when the wall of black water and debris smashed through their house. Within seconds, Nojima was crushed up against the ceiling and his daughter was gone.
(Edinburgh 2013, p. 113)
imm cologne 2015: Kölner Sofas und Poesie
Im Moment richtet man sich gern mit (in) Wörtern und Sinnsprüchen ein. Das war auch auf der Kölner Möbelmesse imm cologne im Januar zu sehen.
Barnickel Polstermöbel
Ewald Schillig: Grow every day
Karup
Blick vom Stand von Ton auf den Stand von Bretz
Richard Lampert (aus: Per Anhalter durch die Galaxis)
Richard Lampert
Installation “The house” von Neri und Hu
Und noch mal: Installation “The house” von Neri und Hu
Der originelle Pepe Heykoop zeigt, dass es auch Poesie ohne Worte gibt.
Buchtipp: Marc Elsberg, Blackout
Foto oben: Die internationale Kölner Möbelmesse imm cologne (19. bis 25.1.2015) hat im Vorfeld des Events wieder “Köln möbliert”. Hier ein Sessel von Sophisiticated Living vor dem Brauhaus Früh.
Der Roman “Blackout” von Marc Elsberg über einen tagelangen Stromausfall in Europa ist wirklich auf seinen ganzen 800 Seiten lesenswert. Sehr lehrreich. Besonders gruslig: All dies könnte wirklich geschehen.






















