Buchtipp: Toni Morrison, „Gnade“

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Das Foto stammt von hier, wo auch ein langer Essay über Toni Morrison zu lesen ist.

Wie sie es nur immer wieder schafft, über die schlimmsten Dinge zu schreiben und einen dennoch reich beschenkt zurückzulassen … Ach, diese Sprache! In „Gnade“ aus dem Jahre 2008 nimmt Toni Morrison uns noch einmal mit in 17. Jahrhundert nach Delaware und erzählt die Geschichte einer Trennung aus der Sicht mehrerer Frauen (und weniger Männer) neu. Das Innenleben spielt eine große Rolle, auch das der Räume:

„Es ist kein Raum mehr in diesem Raum. Meine Worte bedecken den Boden. Von nun an musst du stehen, um mich zu hören. Die Wände sind schwierig, weil das Licht der Lampe nicht weit genug reicht … Ich halte das Licht in der einen Hand und ritze die Buchstaben mit der anderen …“

Gnade, Hamburg 2010, S. 210