Buchtipp: Shan Sa, Himmelstänzerin

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Tianammen Square Peking 2015

„Wie soll ich Ihnen das erklären? Ich sehe auf die Sonne, ich rieche die Düfte, ich höre auf den Wind, ich beobachte die Blätter, die Zweige, die Formen, die Anordnungen, die Farben … ich erkenne alles sehr gut wieder. Seltsam, dass die Landschaft völlig anders ist, das ist doch nicht zu glauben!“

Ein Bergjäger in Shan Sa, Himmelstänzerin, München 2006, Piper, Seite 41

41jmbpdda2l-_sx274_bo1204203200_Der gut 150-seitige Roman „Himmelstänzerin“ von Shan Sa spielt unmittelbar nach der Niederschlagung der studentischen Proteste auf dem Tianammen Square in Peking im Juni 1989. Eine Anführerin des Protests wird von mutigen Menschen in die Berge gebracht, ein Soldat muss sie suchen.

Ein wunderschönes Buch, in dem nichts Überflüssiges erzählt wird und die Poesie die Politik transzendiert. In die historischen Fakten ist eine  magische Geschichte eingewebt, so dass man durchaus von einer Art Magischem Realismus sprechen kann. Die Klarheit und Schlichtheit, mit der das geschieht, erinnert mich an Haruki Murakami. Das Buch ist nur noch gebraucht erhältlich.