Fiction (USA): Kent Haruf, Our Souls at Night/Unsere Seelen bei Nacht

German and Angloamerican book recommendations by Karin Henjes (Germany): profile & contact here.

915en363SmL

“Let’s go downtown in the middle of broad daylight and have lunch at the Holt Café and take our time and enjoy ourselves … I might even put on something bright and flashy.
That’s the ticket, Louis said. I might wear a read shirt.” (Haruf, London 2016, 58 f)

Die Protagonistin ist einfach köstlich, und der knappe Erzählstil nach meiner Façon.

Eine Witwe und ein Witwer in einer kleinen mittelamerikanischen Stadt beginnen damit, die Nächte zusammen bei ihr zuhause zu verbringen. Ein kurzer großartiger Roman von Kent Haruf (+ 2014) über Mut und die Durchsetzungskraft der Seele.

A widow and a widower in a small Midamerican town start to spend the nights at her home. a short great novel by Kent Haruf (+ 2014) about courage and the power of the soul to get through.

Short Guardian Review

 

 

Buchtipp (Frankreich): Karine Tuil, Die Zeit der Ruhelosen

Interesse an internationalen Kulturthemen und -texten von Karin Henjes? Profil & Kontakt hier.

9783550081750_cover

 

„Die Hölle von Afghanistan. Du bist überwältigt von der Natur, ihrer Vielfalt, den versteckten Höhlen, der Schroffheit, alldem, womit dein Feind bestens zurechtkommt und was du dir erst vertraut machen musst, denn er kennt die Gegend besser, als du sie je kennenlernen wirst ­– das weite, von Schluchten durchzogene, hügelige Terrain mit den kreideweißen Gipfeln des Hindukusch im Hintergrund, die sternenklaren Nächte, diese Postkartenlandschaft.“

Berlin 2017, Seite 17

„Die Zeit der Ruhelosen“ von der französischen Autorin Karine Tuil ist ein prima Thriller. Ich habe das Buch fasziniert und atemlos gelesen, mit Erkenntnisgewinn. Vor allen die Szenen, in denen die drei männlichen Hauptpersonen in der unbegreiflichen Realtiät der Gewalt, des Krieges, der Gefangenenschaft und der Folter existieren. Karine Tuil schreibt hart, schnell, gnadenlos, journalitisch. Dass sich ein Rezensent bei der Lektüre gelangweilt hat (siehe Kritiken im Perlentaucher), verstehe ich nicht.