Literatur (D): Anke Stelling, Schäfchen im Trockenen

Texte über Interiors, Business und Lifestyle. Profil und Referenzen
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Diesmal hatte ich einen traumhaften Küchenfußboden erwischt: Dreißiger-Jahre-Holzestrich, dunkelgrün und sehr gut erhalten.

Meine Eltern hatten so ein Sechziger-Jahre-West-PVC gehabt, grau mit grauem Schlierenmuster, dreißig mal dreißig Zentimeter große Platten ­– weshalb das Schlierenmuster ständig die Richtung änderte.

Schäfchen im Trockenen, btb 2020, Seite 7

In „Schäfchen im Trockenen“ von Anke Stelling räumt die Erzählerin Resi auf mit der Utopie der einst jugendbewegten Baby Boomer, dass Geld keine Rolle spielt. Mit viel Leidenschaft für das Schöne macht sie deutlich, wie sehr müheloser Stil an Geld gebunden ist. Preisgekrönt und vieldiskutiert. Super.

Einen Gute-Laune-Tipp habe ich auch noch: Ilona Hartmanns Alltagsbeobachtungen auf Twitter und Instagram (@ilona_hartmann).

Work in Progress: Neues Zusammenleben

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Überall dort, wo Leerstände oder Wohnungskrisen drohen, müssen wir uns vom Denken in Standards lösen. Es gilt, eine neue Offenheit zu entwickeln – für neue hybride Nutzungsformen, experimentelle Wohnmodelle und dynamische Wohnumgebungen.

Oona Horx-Strathern, Zukunftsinstitut, Home Report 2021, Seite 103

Ich habe in den letzten Wochen viel zu neuen Arten des Zusammenlebens, Einzelhandelsprojekten in der Innenstadt und Wohnentwicklungen recherchiert – unter anderem im obigen Report (ein umfassender internationaler Überblick und eine klasse Materialsammlung!)

Gerne entwickle ich eigenständige Themen, auch in Form von Porträts oder regionalisiert. Email: karin.henjes@gmx.de

Literatur (D): Leif Randt, Allegro Pastell

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„Tanja lobte das Interieur des Lokals. Die Wände waren blass mintgrün gestrichen, und an der Decke hing ein Kronleuchter, dessen Material billig erschien. Tanja behauptete, in diesem Lokal eine Art kommunistische Nostalgie zu empfinden, sozusagen stellvertretend, und das Essen war wirklich gut.“ Seite 79

Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2020/2

Etwas ernüchternd, die Liebe in dem Roman Allegro Pastell von Leif Randt. Aber angenehm unaufgeregt. Sehr schön die klare Sprache und die Dialoge.

Das Protokoll einer Liebe und das Lebensgefühl (Konsumprofil) eines jungen Webdesigners aus der hessischen Provinz und einer Schriftstellerin aus Berlin. Anregend.

Hier liest Leif Randt aus dem Buch.

Virtual Exhibition (D): Katharina Grosse kuratiert

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Link zur Arte Mediathek (bis 3.7.20): “Katharina Grosse kuratiert”

Die Künstlerin Katharina Grosse ist gerade sehr gefragt. Sie hat Teile der deutschen Vogue 01/20 gestaltet, ist aktuell z. B. im Museum of Fine Arts in Boston im Dialog mit einem Mural von Jackson Pollock ausgestellt und hat für die Arte-Doku-Serie “Künstlerinnen” eine virtuelle Ausstellung kuratiert.

In dem großartigen Format “Künstlerinnen kuratieren” erschaffen zeitgenössische Künstlerinnen wie Katharina Grosse virtuelle Arrangements mit Werken von anderen  Women Artists, die für sie wegweisend sind.

Mir war Katharina Grosses Kollaboration mit der Vogue zu gefällig, aber ich mag  ihren Mut zum Großen. Mir ist es auch sympathisch, dass sie gegen Ende des verlinkten Films die Frage aufwirft, ob sie und ihre Zeitgenossen Kunstkitsch machen. Sie hat auch lange als Professorin gelehrt.

Besonders gefreut hat es mich, dass Katharina Grosse in ihrer virtuellen Ausstellung die australische Künstlerin Emily Kame Kngwarereye zeigt.